Machu Picchu – der Wahnsinn! Wer hätte das gedacht!?

Der erste Bus kommt an, gleichzeitig mit dem Zweiten dann endlich auch Toto. Zum Glück hat das Busvolk nicht die dritte Anstehschlange entdeckt, sodass ich Toto direkt neben mich holen kann. Die Tore öffnen sich. Die ersten in der Schlang vor mir sind zwei Franzosen mit einem Ticket für MORGEN – ooops, dieser Sprint hat sich wohl nicht ausgezahlt! So sind wir quasi die Ersten im Monument. Noch vollkommen erledigt vom Anstieg, geht es gleich weiter hoch, um noch ein tourifreies Foto vom „Caretakers Hut“ aus zu machen, wo man einen guten Überblick über alles hat. Die Ernüchterung kommt schnell. Es ist so neblig, dass man nichts, also wirklich gar nichts sieht. Eine weiße Wand und von Machu Picchu keine Spur. Na toll… gut, dass wir hier hochgerannt sind wie die Bekloppten.

Laura abgekämpft

Laura abgekämpft

ebenso

ebenso

der Morgen ist kalt und feucht in MP

der Morgen ist kalt und feucht in MP

Hallo Lama!

Hallo Lama!

und der "klassische Blick"...not

und der „klassische Blick“…not

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Doch wir sollen belohnt werden. Spektakulär reißt der Nebel erst langsam, dann immer schneller auf und plötzlich sieht man Machu Picchu unter sich liegen, wow, was für ein Anblick!! Noch besser, als wenn man alles sofort gesehen hätte. Wir lernen die sehr netten Julius und Helene aus Berlin kennen und verabreden uns später einen Guide zu teilen. Nachdem wir die Szenerie etwas genossen haben, gehen wir weiter zum Machu Picchu Mountain, für den wir noch ein extra Ticket haben. Neben diesem gibt es noch den auf der anderen Seite gelegenen, niedrigeren Huayna/Wayna Picchu, wo die meisten Touristen rauf wollen. Da muss man die Karte selbst jetzt in der Nebensaison schon drei Wochen vorher kaufen. Wegen des Studentenrabatts konnten wir die Karten aber nur in Cusco direkt im Tourismusministerium kaufen und wollten keine drei Wochen warten. Außerdem sagen viele, der Machu Picchu Mountain sei viel schöner. Wir wissen es nicht und drei Wochen Wartezeit ist es uns jedenfalls nicht wert.

sieht man noch was?

sieht man noch was?

mystische Nebelschwaden

mystische Nebelschwaden

zum ersten Mal frei

zum ersten Mal frei

Der Machu Picchu Mountain stellt sich dann als Riesenberg raus, 3082 m – ups, das haben wir nicht gewusst, wir dachten wir laufen da mal eben schnell hoch. Eine Stunde später kommen wir am Gipfel an. Vor uns nur ein französischer Skilehrer. Zu dritt genießen wir die Stille, das Zwitschern der Vögel, unter uns verrückt klein Macchu Picchu und um uns herum die spektakulären Berge und Täler. Immer wieder steigen Wolken aus dem Wald auf, verdecken Machu Picchu teilweise oder umhüllen es komplett. Kaum hat die Morgensonne die Nebelwand besiegt, steigt neuer Dampf aus dem subtropischen Wald und formiert sich zu neuen Wolken. Das Licht, die senkrechten Felswände und die in jeder Bergnische hängenden Schwaden sind für sich genommen schon die absolute Show, mit dem in der Sonne liegenden Ausgrabungsgebiet ist es einfach nur unfassbar. Wir sind froh, die Horrorstories über die Touristenfalle nicht geglaubt zu haben und schließlich hier zu stehen. Super Atmosphäre.

anstrengender Aufstieg zum Machu Picchu Mountain

anstrengender Aufstieg zum Machu Picchu Mountain

schöner Wanderweg zum Gipfel

schöner Wanderweg zum Gipfel

Blick vom Machu Picchu Montana

Blick vom Machu Picchu Montana

ständig wechselnden Dunstschwaden

ständig wechselnden Dunstschwaden

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da kommt der 4. - ein amerikanischer Bildcrasher, der ist einfach ins Bild gehüpft

da kommt der 4. – ein amerikanischer Bildcrasher, der ist einfach ins Bild gehüpft

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der Gipfel des Machu Picchu Montana

der Gipfel des Machu Picchu Montana

es zieht wieder Nebel auf

es zieht wieder Nebel auf

Wir genießen unser Frühstück mit Mandelcroissants, Rosinenschnecken bei tollem Blick. Eine halbe Stunde später kommen dann die Massen. Das Zeichen für uns wieder den Abstieg zu beginnen. Unten ruhen wir uns aus, lesen und warten zwei Stunden bis Helene und Julius vom Berg zurückkommen. Wir organisieren uns einen Guide mit leider mäßigem Englisch und für uns auch nicht wirklich informativ, da wir schon sehr viel Wissen vom Museum im Cusco mitgenommen hatten. So richtig viel zu wissen gibt es eigentlich sowieso nicht – das meiste sind Spekulationen. Es gibt keine Aufzeichnungen von MP und das Wissen stützt sich daher vor allem auf Keramikmalereien. Die Spanier haben Machu Picchu nie gefunden, deswegen wird vermutet, dass die Stadt schon vorher verlassen wurde. Vermutungen und Theorien sind alles was bleibt. Daneben gibt es ein Buch von Señor de la Vega, dem Sohn einer Inkaprinzessin und eines spanischen Generals, in dem er in Bildern und Texten das Inkaleben, Traditionen und auch Machu Picchu beschreibt. Aber er selbst hat Machu Picchu gar nicht mehr erlebt, also schreibt auch er nur Überlieferungen auf.

mitten in der Stadt

mitten in der Stadt

 

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Sonnentempel

Sonnentempel

3-Fenster Tempel

3-Fenster Tempel

Erdbebensicher

Erdbebensicher

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Intihuatana - wahrscheinlich astronomischer Stein

Intihuatana – wahrscheinlich astronomischer Stein

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verschiedene Mauerkunst

verschiedene Mauerkunst

"holy rock" - dem Berg dahinter nachempfundene Silouette

„holy rock“ – dem Berg dahinter nachempfundene Silouette

3-Fenstertempel

3-Fenstertempel

Blick auf die landwirtschaftlichen Terassen

Blick auf die landwirtschaftlichen Terassen

chillige Chinchillas

chillige Chinchillas

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es wird später...

es wird später…

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Julius, Helene, Laura und Toto (links)

Julius, Helene, Laura und Toto (von hinten)

Kondortempel - mit Phantasie sind die Flügel die Felsen links und rechts und Kopf und Körper der Stein am Boden

Kondortempel – mit Phantasie sind die Flügel die Felsen links und rechts und Kopf und Körper der Stein am Boden

Nach der Tour ruhen wir uns nochmal ein bisschen im Schatten aus, essen etwas und nutzen dann noch die letzte Stunde vor Schließung, um noch ein paar Fotos ohne die Tourimassen zu schießen. Kurz vor dem Rausschmiss fällt Julius und Helene ein, dass sie ganz vergessen haben ihren Plan in die Tat umzusetzen: Sie wollten nackt über den Hauptplatz von MP flitzen. Naja, das hätte wahrscheinlich ihre Zeit im Monument empfindlich verkürzt. Zusammen steigen wir noch zurück zur Stadt ab, wo sie um sieben Uhr abends den Zug zurück nehmen und wir für eine weitere Nacht in unser Hotel einchecken. Wir sind so erschöpft, dass wir ohne Abendessen ins Bett fallen.

Zur aktuellen Karte

Zur weiteren Fotos aus MP

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