Sarayaku – Bei den Wilden (part II)

Als es dunkelt, begeben wir uns also im Gänsemarsch zum Dorfzentrum und müssen 50 Meter vorher alle Taschenlampen ausknipsen, da die Zeremonie in völliger Dunkelheit stattfindet… Wir quetschen uns durch die versammelten Leute und finden einen Platz hinten in der Ecke. Im Saal ist es stockfinster, nur ab und zu leuchten grelle Taschenlampen, Handydisplays oder Feuerzeuge Neuankömmlingen oder dem Hayawaska verteilenden Schamanengehilfen den Weg. Die Schamanen unterhalten sich in unverständlicher, lallender Sprache und kichern immer wieder hysterisch laut auf – laut 2pac haben sie schon Droge intus und tauschen Visionen aus. Es scheinen meist lustige Situationen zu sein, zumindest ist „heiter“ eine deutlich zu gedämpfte Beschreibung für die Stimmung der Schamanen. Die Dunkelheit,  dass man nicht so richtig weiß was passiert und wer neben einem sitzt erzeugt eine mystische bis unheimliche Stimmung. Ein Schamanentreffen und wir dürfen dabei sein, wie cool! Nach dem ersten Gänsehauteffekt wird es dann aber auf Dauer eher langweilig und wir wünschen uns selbst einen kleinen Schluck Hayawaska oder wenigstens ein Hefeweizen. Wie wir am nächsten Tag erfahren, war das Gebräu von einer hier noch unbekannten Pflanze von einem befreundeten Dorf zu schwach gekocht, sodass sie vier mal nachtrinken mussten um richtig high zu werden. Normalerweise wird dieser Zustand wohl schon nach einer halben Stunde erreicht. Nach zwei Stunden hält es nur noch Claudi mit uns aus, doch dann beginnt das eigentliche Spektakel.

Die Schamanen schnappen sich jetzt nach und nach die Kranken des Ortes – meist um die 50-60 Jahre alt (soweit das Licht es zulässt zu sagen) und vor allem mit schwereren orthopädischen Gebrechen. Dann stimmen sie einen rituellen Singsang an und bitten die Ahnen um Hilfe – glücklich wer Charcaut mit Nachnamen heißt. Die „Geheilten“ wackeln danach ähnlich gebrechlich am Krückstock wieder zu ihrem Platz zurück – vielleicht setzt der Erfolg erst morgen ein? Ein Kopfschmerzpatient scheint auch dabei zu sein, jedenfalls nimmt ihn ein Schamane ordentlich ins Gebet und raschelt danach eine gefühlte Ewigkeit mit einem speziellen Blätterpuschel um seinen Kopf.

Die Atmosphäre in der Dunkelheit wird zu späterer Stunde immer magischer. Jetzt gibt es gar keine Lichtquellen mehr und nur der monotone Singsang durchdringt die Dunkelheit. Auf einmal flammt ein Feuerzeug auf und erleuchtet für Sekunden die markanten indianischen Gesichtszüge des Hauptschamanen. Der resultierende Rauchgeruch lässt uns vermuten, dass Hayawaska nicht die einzige zugeführte halluzinogene Droge ist. Wäre das Treiben in Deutschland erlaubt, dann wäre Polytoxikomanie keine Diagnose, sondern ein Beruf. Bei solcher Zuversicht der Leute an die heilende Wirkung, solch magiedurchwebter Luft und solch imposanten Schamanen fällt es aber auch uns auf Dauer schwer, noch an partialagonistische µ-Opioid-Antagonisten und das westliche Gesundheitssystem zu glauben – ist unser gesamtes Wissenschaftssystem überhaupt belegt oder aus fremder Perspektive betrachtet auch nur ein naiver Irrglaube?!

Schließlich, jenseits der Geisterstunde, drohen wir im Singsang in die ewigen Schlafgründe abzudriften und beschließen, lieber in der Dunkelheit nach Hause zu trotten – immer noch fasziniert, dass es solche Sitzungen im 21. Jahrhundert und nur ein paar Flugstunden von den amerikanischen Südstaaten entfernt, im gar nicht so tiefen Amazonas gibt.

Am nächsten Tag geht es im Kanu auf dem Hauptfluss des Sarayaku Territoriums abwärts. Nach kurzer Zeit sind wir sehr froh, nicht die Kanutour gebucht zu haben, denn tatsächlich ist das vorbeirauschende Ufer zwar sehr grün, sehr hoch und sehr dicht, allerdings auf Dauer auch sehr langweilig. Interessant zu sehen wie sich der Indianer vorn mit dem hinten per Zeichensprache, bestehend aus kompliziertesten, geradezu lächerlich komplex anmutenden Handbewegung  kommuniziert – sie scheinen sich zu verstehen, jedenfalls kommen wir an. Oder alles nur ein Gag? Wir halten, um einen Riesenbaum zu umwandern, der tatsächlich einfach nur sagenhaft groß ist. Auf dem Weg treffen wir einen Indianer, der immer barfuß unterwegs ist und den ein giftiger Fisch vor drei Tagen in den Fuß gestochen hatte. Der Fuß ist rot, dick und eklige Flüssigkeit quillt aus der Wunde. Giftige Fische hatten wir im Studium eher nicht und so entlassen wir den Patienten mit Ibuprofen, „Hochlegen“ und dem Versprechen eines Hausbesuchs bei der Rückkehr. Was wohl der Schamane gemacht hätte?

ziemlich großer Baum

ziemlich großer Baum

 

zu wild !

zu wild !

Riesenbaum

Riesenbaum

Gerrardo gibt Gas

Gerrardo gibt Gas

Kanufahren auf einem Amazonas-Zustrom

Kanufahren auf einem Amazonas-Zustrom

Uferidylle à la Pocahontas

Uferidylle à la Pocahontas

Wir tuckern weiter flussabwärts zum Tambo von 2pacs Schwiegerfamilie. Das Tambo ist eine Art Ferienwohnung, bei der alle sonst getrennten Zimmerhäuser in einer Palmenhütte zusammengefasst sind. Die Familien verbringen hier ihre Ferien oder langen Wochenenden, um dem „Lärm des Dorfes“ zu entkommen, was einigermaßen spaßig ist, da sowieso alle mehr oder weniger einsam im Wald leben. Die Hauptlärmquellen – ihre Hähne und Hunde bringen sie sowieso mit zum Tambo, damit sie nicht in der Zwischenzeit daheim vom Jaguar verspeist werden.

Das mehr oder minder selbstversorgende Leben der Indianer zu sehen, ist würdevoll und ernüchternd zugleich. Einerseits ist eine nachhaltige Wirtschaft auf eigenem Territorium natürlich eine faszinierende Alternative zum westlichen Konsum. Andererseits gieren die Leute hier nach modernem Werkzeug, Jeans, T-Shirt und jagen mit Gewehren – Dinge, die sich mit Kochbananen, Yucca, Gesammeltem und Gejagtem kaum ertauschen lassen. Sie lassen sich vom Staat Schulen und Krankenhaus (inklusive Flugzeug bei Notfällen) in ihrem Dorf errichten, obwohl sie natürlich keinerlei Steuern zahlen. Ist es in so einem Fall das Recht des Staates die Indianer zu enteignen, um ganz Ecuador durch die Ölexporte zu helfen?!

Küche mit Speisekammer

Küche mit Speisekammer

Auf dem Rückweg – wie versprochen – der Besuch im Tambo des Giftfischopfers. Hier wird fangfrischer Fisch gegrillt – mit Kochbananen und Chilisalz ein herrlicher Snack! Super lecker und garnicht freudlos!! Auffallend ist, wie viele Kinder alle Familien haben – Gerrardo erklärt: Kein TV, keine Zeitung, keine Kneipe – da bleibt nur eine Form der Unterhaltung…

Plötzlich große Aufregung: Das Kanu der Familie ist verschwunden! Es hat sich anscheind gelöst und treibt nun den Fluss hinab. Flink sitzen der 10-jährige Sohn von unserem Guide und der ebensoalte Stalin (hoffentlich haben wir uns bei dem Namen verhört..) in unserem Boot und jagen den breiten Fluss dem Kanu hinterher. Eine andere Kindheit  als in der Stadt..

Tambo 2 mit Giftfischopfer

Tambo 2 mit Giftfischopfer

Fisch- und Kochbananensnack

Fisch- und Kochbananensnack

mit einem Haps ...

mit einem Haps …

Wir tuckern zurück, als plötzlich eine rot-braune Wasserschlange auf unser Boot zusteuert. Wir verpassen sie nur um einen Meter und drehen nochmal bei, um die angeblich giftige Schlange zu fotographieren. 2pac erklärt uns, dass sein Volk sämtliche giftigen Schlangen kurzerhand mit einem gezielten Machetenwurf töten würde. Es geht ihnen hier eben um ein nachhaltiges Leben in ihrem Lebensraum, und nicht um ökologisches Gesülze à la bundesdeutscher Krötenfreunde.

Danach springen wir in einen klaren Nebenfluss mit etwas mulmigen Gefühl wegen Giftschlangen, Zerkarien, usw. 2pac schnappt sich zwei kleine Jungs von ca. zehn Jahren und zeigt ihnen, wie man tieftaucht und geht mit ihnen und Netz auf Fischfang. Ich frage Gerrardo, wie man hier schwimmen lernt und imitiere Brust- und Kraulbewegungen als Alternativen. Offensichtlich kennt er aber nur Hundekraul und fühlt sich etwas auf den Schlips getreten, da er die westliche Weise nicht kennt und um zu demonstrieren wie gut Indianer schwimmen können, verschwindet er zu unserer Verblüffung mit einem lautem Plumps im Wasser, um eine Minute später triumphierend an einer anderen Stelle wieder aufzutauchen. Inzwischen haben die Jungs einen Fisch im Netz und brechen ihm mit der bloßen Hand das Genick – man lebt hier eben von der Natur und kauft kein Hühnerbrustfilet bei Aldi.

Wasserschlange, angeblich giftig

Wasserschlange, angeblich giftig

Badefluss und Dreckfluss

Badefluss und Dreckfluss

Wieder zurück im Dorf frösteln wir ordentlich dank kaltem Wasser und Fahrtwind auf dem Kanu, doch nicht lange, denn es ist Blasrohrstunde (aber nur für Männer!) ! 2pac erklärt uns, dass die soundsoIndianer zwei Wochenmärsche von hier Meister in der Blasrohrherstellung seien und zeigt uns, wie man aus Palmdornen und Wolle die tödliche Waffe (für Vögel und Affen) präpariert. Für uns Menschen sei das Pfeilgift Curare aber nicht gefährlich, da wir Zucker und Salz essen würden, was das Gift neutralisiert. Gut zu wissen – Zeit für eine Fortbildung in der Regensburger Anästhesie. Christophe ist dann der einzige, der den Pfeil in die Nähe der Kokosnuss schießt, die 10m entfernt im Baum hängt.

Blasrohrunterricht

Blasrohrunterricht

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Christophe konnte es am besten

Christophe konnte es am besten

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Am letzten Tag besichtigen wir dann zunächst die Keramikkunst der Indianerfrauen. Hier gilt nämlich KKC statt KKK: Kinder, Keramik und Chicha sind Frauenarbeit und jeder Mann gilt als homosexuell, der sich an diese Arbeiten macht. Auf dem Feld arbeiten beide Geschlechter, aber jagen und fischen gehen wiederum nur die Männer. Schwul zu sein, sei kein Problem mehr, aber die meisten „Betroffenen“ würden es doch vorziehen in die Stadt zu ziehen, um sich nicht dem Gespött des Dorfes auszusetzen. Halb bewundernd, halb befremdet erzählt er auch vom Nachbarvolk, bei dem die stärksten Männer auch mehrere Frauen haben dürften. Diese wohnten allerdings in verschiedenen Häusern und werden turnusmäßig besucht – um Streit zu minimieren.

Dann gehen wir wieder zum Dorfplatz, zum Haus des Dorfvorstehers. Es werden gerade die Schamanen verabschiedet und auch uns wird – immer von der Dame des Hauses – Chicha gereicht. Mhm … qué rico! Die Schamanen sind wieder halbwegs nüchtern und sehen bei Tageslicht auch nur noch halb so wild aus. Sarayaku ist in sieben Teile gegliedert, deren Anführer auch da sind und jeweils mit einem Holzstab Macht und Würde demonstrieren. Die Jungs des Dorfes kicken auf dem Dorfplatz zu lautem Reggaeton den Sonntagskick aus. Wir besichtigen nochmal genau die Bank, deren Tresor auf dem morschen Holzboden zum Herausschneiden einlädt, und deren Schatzmeisterin kurzerhand ihr kleines Kind auf den sechs Wartestühlen zum Nickerchen gelegt hat. Die Uhren ticken hier eben einfach anders…

Shamanen unter sich

Shamanen unter sich

Die Shamanen trinken Chicha

Die Shamanen trinken Chicha

Die Stöcke der örtlichen Anführer

Die Stöcke der örtlichen Anführer

Der Vizepräsident von Sarayaku

Der Vizepräsident von Sarayaku

Die Bank

Die Bank

Die Tochter der Bankangestellten

Die Tochter der Bankangestellten

echte Indianerkörper beim Sonntagskick

echte Indianerkörper beim Sonntagskick

Für uns auch sehr interessant ist die Stippvisite beim Arzt des Dorfes. Er ist gerade mit dem Studium fertig und erzählt, dass man als junger Mediziner verpflichtend das PJ und das erste Jahr in abgelegenen Gebieten ableisten muss. 18 Tage 24h Dienst und dann 12 Tage frei. Puh! Im Unterschied zu Quito gäbe es hier keinerlei chronischen Krankheiten. Diabetes und Hypertonie seien durch gesunde Kost und aktives Leben nicht existent. Die Leute mißtrauen zwar Impfungen und der westlichen Medizin, wenn es aber hart auf hart kommt, suchen sie auch ihn auf. Besonders schwierig sei es dann, den Leuten klar zu machen, dass nicht alle Pillen auf einmal aufzuessen seien… Im Notfall könne er – bei guten Bedingungen ein Flugzeug ordern. Ansonsten könne er alles hier machen – Beatmung per Ambu mit einer Schwester vor Ort inbegriffen. Unsere vorsichtige Nachfrage wie denn die Zirrhoseraten wären, immerhin fängt man hier mit 3 Monaten an Chicha zu trinken, beantwortet er mit es gäbe 10 Hepatitis B Fälle unbekannter Ursache, die er gerade untersuchen würde. Keine Alkoholzirrhose? Das überrascht! Auch unerwartet: Es gibt fast keine Unfälle! Die Kinder wuseln den ganzen Tag zwischen Flussufer und offenem Feuer herum, gerne auch mit einer Machete in der Hand, die halb so groß ist wie sie selbst. Zeigt sich wohl mal wieder das Überbehütung kein Schutz vor Unfällen bietet, sondern eher das Gegenteil! Respekt, vor diesen jungen Ärzten, die wahrscheinlich in einem Jahr hier mehr Erfahrung sammeln als wir im kompletten Assistentendasein.

Ich frage 2pac noch, ob es das Problem der Demenz hier gäbe. Gerrardo hatte uns zuvor mehrfach versichert, dass viele Leute hier über 90 Jahre alt würden – bei erst in den 80er Jahren begonnenen Aufzeichnungen natürlich schwer zu überprüfen (und zu glauben).  2pac scheint Demenz tatsächlich nicht zu kennen, erzählt aber von einem 20jährigen, der schon immer „seltsam“ gewesen sei. Die Eltern hätten ihn dann von ihrem Grund verstoßen, so dass er in den letzten Monaten immer häufiger gestohlen habe. Zur Strafe sei er in der Gefängniszelle auf dem Dorfplatz eingekerkert worden, aus dieser aber kürzlich ausgebrochen und nach Puyo geflohen. Zuvor habe er noch allen Bewohnern Sarayakus mit dem Tode gedroht. Psychische Krankheiten und ihre Behandlung scheinen hier jedenfalls gänzlich unbekannt.

Danach – man glaubt es kaum – gehen wir zu einer weiteren Familie und genießen ein letztes Mal die Chicha (hier ist sie am stärksten). Chichando ist ein stehender Begriff und bedeutet so viel wie Austausch, Konversation und soziales Gefüge. Der Verkauf von Chicha und jeglichem Alkohol sei übrigens im gesamten Gebiet verboten, da die Männer oft das mühsam Ersparte von Monaten an einem Abend versoffen hätten. Es existiert sowieso nur ein winziger Laden, der außer Reis, Öl und Mehl nicht viel zu bieten hat. Neuerdings gibt es Coca Cola. Außerdem erklärt Gerrardo uns, dass es in Sarayaku selbstverständlich ist, dass wenn man in ein fremdes Haus kommt, man zum Essen und Trinken eingeladen wird. Wenn eine Frau Chicha bereitet hat läutet sie früh am Morgen die Glocke, sodass alle Nachbarn wissen, dass sie vorbeikommen können, um davon zu trinken. Einmal im Monat wird vom ganzen Dorf bei einer Minga gemeinnützige Arbeit getan wie: Wege aufräumen und freihacken, Riesenkanus zu Wasser lassen, Gemeinschaftshäuser bauen oder die Landebahn freischneiden.

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Laura wagt sich an die Chicha

Laura wagt sich an die Chicha

Zum Abschied schenkt uns 2pac noch die Federn eines Urwaldvogels, die wir leider nicht transportieren können, aber so haben wir wenigstens einen Grund, Michèlle und die netten Franzosen wieder zu treffen und sie in Paris abzuholen!

Laura krönt sich zur Häuptlingsfrau

Laura wird zur Häuptlingsfrau gekrönt

Dann ist es schon wieder Zeit in den Flieger zu steigen. In gewohnter Weise fliegen die Franzosen voraus und wir hinterher. Zum Abschied versammelt sich der ganze Ortsteil und winkt uns zu – sehr rührend. Bei nur etwa 60 Touristen, die dieses Dorf pro Jahr sieht, glauben wir sogar, dass es etwas halbwegs Besonderes ist. Von oben sehen wir nochmal den „roten Platz“ und die Dächer der Hütten, von denen wir nun zu wissen glauben, wie das tägliche Leben in Mitten des Amazonas aussieht.  Und das Fazit? Wir haben uns getäuscht, authentisch und Tourismus passt doch zusammen. Klar, war es nicht „Indian sees white man for the first time“ (vgl. Hier), aber dennoch hatten wir nicht das Gefühl, das für uns irgendetwas inszeniert wurde. Eher im Gegenteil, hat man oft gemerkt, dass selbst die Guides nicht ausgebildet sind und oftmals unbeholfen im Umgang sind mit Touristen. Auch haben wir gelernt, dass nur weil sie Kontakt zu modernen Welt haben (westliche Kleidung, Internet..), es nicht bedeutet, dass sie weniger Indianer sind. Das Leben des Indianers unterscheidet sich trotzdem um 200% von dem eines anderen Ecuadorianers. Sie weben keine Kleidung mehr aus Pflanzen, da die westliche Kleidung zu günstig ist, als dass sich der Aufwand lohnen würde, dennoch zeigt sich ihre Tradition in der Architektur, Essen, Jagd, Ackerbau, Regenwaldkenntnis, Schamanentum etc.  Sie haben Zugang zum Internet. Zum Glück. Wie hätten sie sonst so aufgeklärt sein können und sich gegen die Ölkonzerne wehren können?  Sie sind Indianer, die sich mit der Zeit weiterentwickeln. Dennoch sind sie Indianer mit einer faszinierenden Andersartigkeit, trotz des westlichen Einflusses.  Wir sind jedenfalls begeistert und froh, dass wir dies erleben durften!

Laura, aktivier doch mal die Gegensteuerungswellendynamik, bitte.

Laura, aktivier doch mal die Gegensteuerungswellendynamik, bitte.

Landeanflug auf Shell Airport

Landeanflug auf Shell Airport

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3 Gedanken zu “Sarayaku – Bei den Wilden (part II)

  1. Kann ich nur zustimmen, wir lieben es durch Euch diese Abenteuer bequem im Sessel zu erleben! Allerdings sind wir kürzlich auch endlich mal wieder geradelt.

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