Sarayaku – bei den Wilden (part I)

Auf der Suche nach einer Tour in den richtigen Amazonasdschungel streifen wir also durch die Gassen von Puyo. In Macas waren alle Reiseagenturen geschlossen oder boten nur oberflächliche 1-Tages-Trips zu geschminkten Schamanen an. Auch heute haben wir fürchterliche Angst, dass uns ein zu künstliches Paket geschnürt wird. Am Abend zuvor war schon ein wirklich netter Guide zu uns ins Hostel gekommen, der eine Kanu-Zelt-Exkursion vorgeschlagen hatte, die uns recht zugesagt hatte. Allerdings hatten uns viele Reisende vor zu viel Kanufahrerei gewarnt, da bei lautem Geknatter und Dieselgestank auch der zutraulichste Jaguar reißaus nimmt…

Bei der ersten Agentur müssen wir uns eine Weile gedulden, weil vor uns eine Gruppe von vier Franzosen da ist, die anscheinend den ähnlichen Plan einer 4-Tages-Exkursion haben und ihn sich in aller Ausführlichkeit erläutern lassen. Die Frau der Agentur ist sehr nett und das Angebot klingt auch gut, ist aber eher auf eine kulturelle Begegnung mit einem Indianerdorf (Sarayaku) mitten im Dschungel ausgelegt. Die Dame stellt klar, dass man an Tieren höchstens Insekten (wow!) und Vögel sehen wird. Wenigstens ehrlich. Außerdem erfahren wir, dass der Preis für uns beide wegen Anreise im Flugzeug (!) eher unbezahlbar ist, außer wir würden uns der Vierergruppe vor uns anschließen. Die Idee mit einer Propellerchessna über die Baumwipfel zu düsen statt stundenlanger Kanufahrt ist natürlich sehr verlockend…Trotzdem, wir sind uns eigentlich einig, wir wollen keinen Kulturquatsch. Sobald Touristen da sind kann es doch nicht mehr authentisch sein, oder?

Bei der zweiten Agentur ist wieder die Franzosengruppe vor uns und wir fragen kurzerhand, ob wir uns gemeinsam erkundigen wollen. Der Agenturtyp ist maximal unsympathisch: verraucht mit Goldkette und wir trauen ihm keine authentische Dschungeltour zu. Bleibt die Agentur von gestern Abend, die sich allerdings als ziemlich unprofessionell herausstellt. Flugpreise zu teuer, Abreise erst in zwei Tagen möglich und dann noch die Angst, dass man außer Kanufahren wenig zu sehen kriegt.

Wir gehen gemeinsam mit Michèlle, Claudi, Christophe und Manu einen Kaffee trinken, um zu beratschlagen und stellen sehr schnell fest, dass wir auf einer Wellenlänge liegen. Sie behaupten steif und fest, es würde ihnen nichts ausmachen, den Trip mit uns zu verbringen. Sie teilen unsere Bedenken bezüglich der Authentizität. Im Endeffekt entscheiden wir uns dann aber doch für das erste kulturelle Angebot, da es sehr tief im Jungle ist, der Flug reizt und die Dame uns versichert, dass wir unserem Guide zu so viele Regenwaldwanderungen nötigen können wie wir wollen und kein geschminkter Schamane für uns tanzen wird. Also morgen um neun ab zum Regionalflughafen von Shell, der tatsächlich nach der ersten Ölbohrfirma benannt ist, die hier aufkreuzte, da es im angrenzenden Amazonasgebiet unter der Erde große Menge des verborgenen Schatzes gibt.

Voilà Michèlle

Voilà Michèlle

Voilà Christophe

Voilà Christophe

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Voilà Manu

Claudi am Steuer, das wird teuer

Claudi am Steuer, das wird teuer

Am nächsten Morgen um neun geht aber erstmal gar nichts, denn es regnet und in diesem Fall sind Start und Landung auf den Dschungelpisten nicht möglich. Die Tatsache, dass die Frau der Agentur und unser guide Gerrárdo um neun aber auch erst mit dem Einkaufen für die Tour beginnen, lässt bei uns die Frage aufkommen, ob überhaupt je neun Uhr Abflug geplant war… Naja, nach einer Stunde lichten sich die Wolken und wir rollen zum Flughafen. In einem Hangar warten zwei Propellerchessnas auf uns: eine mit fünf Plätzen und eine mit drei. Gepäck und Reisende werden akribisch genau gewogen, um die Austarierung zu gewährleisten. Während wir warten treffen noch einige Indianer ein, die vom Stadtausflug in ihre Dörfer zurückkehren wollen. Unser persönliche Favorit: ein  langhaariger Indianer, Gesicht und Frisur wie aus dem Bilderbuch, mit Stock durchstochene Ohrläppchen, knallenge Jeans und Chucks. So sieht wohl Anpassung aus! Dann die eher unangenehmen Informationen: die Piloten sind maximal 25 Jahre alt, die Fluggesellschaft gibt es seit drei Monaten (!), das Wetter sei eher suboptimal. Uns wird versichert: Der Flug ist total sicher, außer wenn das Wetter schlecht ist… so wie heute… äh, Moment?! Außerdem schauen die Mechaniker immer wieder kritisch auf den Flügel unserer Drei-Personen-Maschine, basteln mit Tesafilm daran herum und starten schließlich tatsächlich einen Testflug mit unserer Maschine!! Alles sicher?

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Lauras Gesicht nimmt nach und nach die Farbe des frisch gestrichenen weißen Heckflügels an, vor allem als wir erfahren, dass die Gruppen falsch eingeteilt sind, so dass wir kurzerhand mit Michèlle und dem Guide tauschen und somit der ganze Balance-Akt umsonst war. Naja, die Franzosen heben ab und wir blicken misstrauisch hinterher, um kurz danach selbst in unserem Tesa-geklebten Gefährt Platz zu nehmen. Es fühlt sich doch eher an wie das 50-Pfennig-Flugzeug vor Norma. Dann kommt auch noch der vermeintliche Pilot um die Ecke gehumpelt. Gehumpelt? Ja, er hat ein Gipsbein! Die letzte Landung war wohl unsanft?! Das kann doch alles nicht wahr sein. Braucht man keine Füße zum Steuern eines Flugzeugs? Nachdem dieser sich 10 Minuten an der Cockpittür rumgedrückt hat, steigt dann aber doch ein anderer mit zwei gesunden Beinen ein. Na wenigstens das! Beim Starten der Maschine wirft er noch einen fragenden Blick zum Mechaniker, dieser erwidert mit einer „nicht sicher“ Handgeste. Schön! Laura überlegt sich kurz, ob sie das Ganze nicht doch noch abblasen möchte, doch dann rollen wir schon los.

Der Bonanza River im Sarayaku Territory

Der Bonanza River im Sarayaku Territory

Das Abheben läuft dann erstaunlich glatt und bald lassen wir Straßen, Ziegeldächer und freies Land hinter uns und es übernimmt das endlose Blätterdach des Amazonas. Wow! Hier gibt es nur noch vereinzelt stehende Palmdachhütten und endlos viele klare oder rostrote Flusstäler, die das endlose Grün durchziehen. So ruhig schweben wir über den Wald, dass die Anspannung von uns weicht und wir den Flug richtig genießen. Nur einmal, als der Kopilot nach rechts hinten deutet und der Pilot daraufhin sich quer in die Luft stellt, um das Bemerkte zu sehen, sackt unser Herz wieder unter die Ladeluke. Nach einer halben Stunde kommt dann die Landebahn in Sicht – oder sollten wir sagen: der Feldweg?! Nach Anflug über ein Flusstal rumpeln wir über Stock, Gras und Steine. Als wir stehen, werden wir sofort von einer Traube Kindern umringt und erblicken die winkenden Franzosen, die ebenfalls wohlbehalten angekommen sind.

Die erste Überraschung ist die Tatsache, dass es gar nicht so heiß und feucht wie erwartet ist. Die zweite, dass die Kinder (ab zwölf Jahren bis gefühlte zwölf Wochen) alle Taschen und Vorräte brav ins Dorfzentrum tragen und dafür zur Belohnung ein trockenes Brötchen kriegen – anscheinend die höchste Belohnung im Urwald. Darunter auch eine der Töchter unseres Guides, wir nennen sie, ob ihres Wesens und ihres unaussprechlichem wirklichen Namen, Frechdachs. Ein sehr extrovertiertes Wesen, die uns quasi über die ganze Zeit begleitet und Toto zum Einstand gleich mal fragt: Hat deine Freundin ein Kind? Warum machst du ihr keins? – Äh, bitte was? Nach eigener Aussage ist sie 6 Jahre alt, Papa sagt aber ne, vielleicht 4 oder 5. Hier nimmt man das nicht so genau.

Toto mit dem Frechdachs

Toto mit dem Frechdachs

Das Dorfzentrum ist – wie sich später herausstellt – gar nicht das Dorfzentrum, sondern das Wohnzimmer der Familie, die uns unterbringt. Hier baut man keine Zimmer, sondern Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Vorratskammer sind einzelne total offene Häuser mit Palmdach. Im Wohnzimmer ist auch eine Tafel gedeckt und wir kriegen das erste authentische Dschungelmahl – Hühnercurry mit Reis … Danach passiert ewig nichts und erst viel später schlendern wir zum Dorfplatz. Unser Guide zeigt uns das Gemeindehaus, die Bank, die Kirche und das Internetcafé, wo die jungen Sarayakuaner ins facebook gehen. Oh je. Das hatten wir uns anders vorgestellt. Laura scharrt ungeduldig mit den Hufen und will endlich IN DEN DSCHUNGEL! Viel ist hier gesponsert. Die Einrichtung des Internets und des Satellitentelefons wurde von Belgiern zur Lehrerausbildung vor Jahren gesponsert, die weitere Unterhaltung zahlt nun Frankreich, Osnabrück zahlt für ein Tapirschutzprogramm, wieder andere zahlen für Müllsammeldienste… die Liste ist lang und steht etwas im Gegensatz zu dem angeblich autarken Leben, was der Guide nicht müde wird zu betonen: „Wir sind nicht abhängig!“ Naja… das kann man wohl sehen wie man will. Andererseits ist es wohl auch schwer möglich, sich als Amazonasdorf weiter zu entwickeln, wenn als einzige Währung der Tauschhandel existiert und so niemand an Geld kommt. Insgesamt aber scheint es doch eine positive Unterstützung zu sein..

unser Schlafsaal

unser Schlafsaal

Die Küchenzeile

Die Küchenzeile

Im Dorfzentrum/Versammlungsraum

Im Dorfzentrum/Versammlungsraum

beim Mittagessen

beim Mittagessen

Im bunt bemalten Dorfzentrum findet gerade ein Treffen von Schamanen der Sarayaku und mehrer befreundeter Dschungelvölker statt. Die Schamanen tragen sogar traditionelle Kleidung.  Als die Herren fertig sind, dürfen wir einen Film auf einem riesigen Plasma-TV gucken – immerhin passiert etwas, denken wir uns. Wir gucken zwei Filme und sind tatsächlich schwer beeindruckt. Nachdem wir schon etwas genervt waren von dem ständigen wir sind autark, aber lassen uns alles sponsern und uns gefragt haben, ob sie tatsächlich irgendwas geleistet haben, ändert der Film unsere Sicht komplett. Die Filme dokumentieren den Kampf des kleinen Dorfes gegen den Goliath der Öl-Riesen. Diese begannen in den 90er Jahren auf Genehmigung der ecuadorianischen Regierung mit der Erkundung der Ölreserven auf dem Territorium der Sarayaku. Die Indianer wurden dazu (angeblich) nie um Rat oder Genehmigung gefragt und traten dem Treiben vehement entgegen. Sie mussten es allerdings hinnehmen, dass mittels Dynamit jahrzehntelang auf ihrem Land nach Öl gesucht wurde. Klage um Klage vor ecuadorianischen Gerichten wurde abgewiesen oder nicht bearbeitet. Der Film startet dann mit dem Einzug der Indianer in Venezuela vor dem amerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte. Dort gewinnen sie tatsächlich den Prozess: Es wird die Räumung aller Dynamitladungen anordnet und für zukünftige Planungen das Einverständnis der Sarayaku verlangt. Wirklich sehr, sehr beeindruckend wie geschickt und ausdauernd sich das kleine, vermeintlich hinterwäldlerische Volk gegen die mächtigen Ölkonzerne und die ecuadorianische Regierung wehrt und es versteht, die Medien für seine Zwecke einzusetzen. Wer weiß, wieviele – selbst weiter entwickelte – Städte in der Lage wären sich auf diesem Niveau zu wehren.

Dorfzentrum/Versammlungsraum

Dorfzentrum/Versammlungsraum

Schamanen auf dem Dorfplatz

Schamanen auf dem Dorfplatz

Angeblich kamen schon in den 80er Jahren die ersten Touristen nach Sarayaku und hinterließen einen Camcorder, in der Voraussicht, dass hier eines Tages das gleiche Ungemach (Ölausbeutung) drohen würde, dass dem nördlichen Amazonasteil Ecuadors um Lago Agrio widerfahren war. Die Filme sind extrem gut gemacht dank Kooperation mit Amnesty International, Greenpeace, dem Einheiraten einer Belgierin in das Volk und dem Medien-Studiums eines Häuptlingssohns mit resultierendem PR-knowhow. Die Filme gibt es hier und hier nachzusehen.  Das Urteil wurde übrigens 2012 gefällt, bis heute ist trotzdem laut Sarayaku nicht ein einziger Sprengkörper geräumt.

Danach dämmert es schon und aus dem Wald schwillt der nächtliche Chor der Frösche, Grillen und Vögel an. Das Abendessen wird – wie alle Mahlzeiten – auf dem Holzfeuer-Dreifuß zubereitet und unser Guide erklärt uns noch, dass die Aktivität des morgigen Tages von den nächtlichen Träumen abhängt, die hier einen hohen Stellenwert haben.

Wir sind hocherfreut, als die Träume anscheinend „Wanderung“ ergeben haben  und wir die Gummistiefel überstreifen und losmarschieren. Um das Dorf herum liegen die Felder (Chakras) der einzelnen Familien, die diese in Wechselwirtschaft mit Brandrodung für 5-10 Jahre bewirtschaften und auf denen sie Yucca, Kochbananen, Bananen, verschiedene Palmen und Kartoffelsorten anbauen. Dazwischen erklärt uns 2pac (unser zweiter guide, Aussprache Tupack) immer wieder Heilpflanzen, von denen die meisten für den Darm gut seien – anscheinend das medizinische Hauptproblem der Urwaldindianer. Ob es auch eine Kopfschmerzpflanze gäbe? Kopfschmerzen?! Nein, das gäbe es hier so gut wie nicht und wenn dann sei eine Reinigung durch einen Schamanen durchzuführen.

Pflanze gegen Fieber

Pflanze gegen Fieber

Die Frau der Agentur hatte Recht: Insekten und Vögel sind die einzigen Tiere, die wir tatsächlich sehen, obwohl wir viele Tapirabdrücke sehen und es angeblich auch einmal nach Wasserschwein riecht!? Dennoch ist die Wanderung genau das, was wir ersehnt haben, denn der Wald wird immer dichter und wir schlagen uns am Ende mit der Machete durch unberührten Regenwald. In den Gummistiefeln laufen wir Blasen und der arme Claudi hat noch dazu Undichte erwischt, so dass ihm der viele Matsch und das Flusswasser in die Socken laufen. An einem klaren Bach versuchen sich 2pac und ich am Fischen und es stellt sich heraus, dass man deutlich eleganter aussieht, wenn man das Fischen zum Überleben braucht und sich nicht den Angelhaken in die Kniekehle wirft… Nur leider beißt heute keine Urwaldforelle. Trotzdem, Angelunterricht beim Indianer, wer kann das schon vorweisen?

 

beim Fischen

beim Fischen

sieht leider etwas professioneller aus

sieht leider etwas professioneller aus

Nach guten sechs Stunden sind wir ganz schön erledigt und auch etwas hungrig, als 2pac uns kurzer Hand eine Palme fällt und es köstliches Palmherz als Stärkung gibt. Auf dem Rückweg zeigt er uns auch noch, wie man aus einer anderen Palmenart schnell einen Rucksack für erlegtes Wild anfertigt. Zurück im Dorf, sind zwei weitere betagtere Franzosen eingetroffen – uns ist schon ganz schummerig vor lauter Nasallauten und dem Spanisch-Französisch-Mischmasch in unserem Schädel!

2pac zeigt wie man das erlegte Tier abtransportiert

2pac zeigt wie man das erlegte Tier abtransportiert

Dennoch hätten wir es mit unserer Begleitung nicht besser treffen können. Die vier jungen Franzosen kennen sich von einer Reise in Thailand und sind seit über zehn Jahren immer wieder in wechselnder Begleitung miteinander unterwegs. Alle vier sind unglaublich nett, optimistisch, unkompliziert, geben sich mühe mit unserem schlechten Französisch und noch dazu sehr witzig. Den Altersunterschied merkt man nicht und wir sind froh, so nette Leute an einem so seltsamen Ort kennenlernen zu dürfen.

Nach dem stärkenden Nachmittagsessen, zeigen uns die Frauen noch die Zubereitung des örtlichen Zaubertrankes – der Chicha. Hierfür werden Yuccaknollen gekocht, zermanscht und von den Frauen gekaut, um sie danach – je nach berauschender Wirkung – kurz oder lang in einem Keramiktopf gären zu lassen. Bei vielen Gelegenheiten kriegen wir die soziale Rolle dieses Getränks zu spüren, das hier als icebreaker, Sattmacher, Babynahrung (ab drei Monaten) und in stärkerer Form als Sonntagsschoppen dient. Das Ablehnen des Getränks käme einer Kriegserklärung gleich, wird uns erklärt und so kosten auch wir vom magen- und kopfverdrehenden Trunk, der für unsere Geschmacksknospen leider sehr säuerlich und eher eklig anmutet.

Chicha Zubereitung

Chicha Zubereitung

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Vor dem Abendessen unternehmen wir noch eine kleine Wanderung am Fluss entlang, um die heiligen Vögel des Stammes zu besichtigen, die wie eine Mischung aus Pfau und Huhn in den Bäumen am Fluss entlang sitzen. Normalerweise findet man sie, um eine Lagune, aber da diese ausgetrocknet sei, sei der in ihr lebende Anaconda-Geist weitergezogen und habe alle befreundeten Naturgeister mitgenommen. 2pac erklärt uns weiterhin, dass beim Töten eines solchen Tieres die einem vorbestimmte Lebenszeit von über hundert auf 20 Jahre abnehmen kann und sich schlagartig der Himmel verdunkelt, Blitze niederschießen und es für Tage beginnt zu regnen. Ungläubig schaue ich in sein Gesicht und kann nichts anderes als feste Überzeugung feststellen – die Alten sagten es so und er habe es selbst schon einmal erlebt.

heiliger Vogel

heiliger Vogel

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schräger Vogel

dressierter Vogel

dressierter Vogel

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bei unserer Rückkehr ist die Yuca fertig gestampft und die Frauen gehen zum kauen über

bei unserer Rückkehr ist die Yuca fertig gestampft und die Frauen gehen zum kauen über

durchgekaute Yuca

durchgekaute Yuca

Überhaupt die fremde spirituelle Welt… Nebenbei erwähnt Gerrardo,  dass schon seit gestern im Dorfzentrum die Schamanen mit den befreundeten Schamanen, die Nächte durch ein Ritual begehen würden zur Heilung Kranker und zur Reinigung des Dorfes. Dabei würden sie von der legendären halluzinogenen Droge Hayawaska kosten, die ihnen erlaubt mit Zukunft, Vergangenheit und Geisterwelt Kontakt aufzunehmen. Wir fragen uns, warum wir gestern vor lauter Langeweile Fußnägel kauen mussten und nicht dabei sein durften und laden uns mehr oder minder selbst zur heutigen Nacht ein. Wenigstens kann man nicht behaupten, dass es eine für den gringo inszenierte Veranstaltung ist.

Als es dunkelt, begeben wir uns also im Gänsemarsch zum Dorfzentrum und müssen 50 Meter vorher alle Taschenlampen ausknipsen, da die Zeremonie in völliger Dunkelheit stattfindet. ..

Fortsetzung folgt!

 

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