72h on air

Am Flughafen von Bangkok kommt es uns wie vor einer Ewigkeit her, dass wir hier unsere Reise begonnen haben. Kaum vorstellbar, wie nervös und grün hinter den Radlerohren wir damals noch waren. Die kurze Nacht bis zum Flug verbringen wir damit die multikulturelle Flughafengemeinde zu beobachten. Indische Riesenfamilien mit Turbanen und Sarong ziehen würdevoll durch die Abflughalle. Die Kinder arabischer Clans tollen umher, ihre Papis schiffen gigantische Flachbildfernseher durch die Menschenmenge und die Frauen quatschen unentwegt. Lumpige Falang-Backpacker (so wie wir), sowie Sextouristen geben in dieser gepflegten Gesellschaft wohl eher einen armseligen Eindruck des westlichen Kulturkreises ab.

Nach kurzem Zwischenstop in Doha am brandneuen WM-Terminal, das in der Wüste mit schwarzem Stein und unfassbar elegantem Design begeistert, landen wir in München. Mehr oder minder spontan entschließen wir uns in den 12 Stunden dahoam doch nach Regensburg zu fahren, um Ersatzteile aufzunehmen, Souvenirs dazulassen und einmal in diesem Jahr ein ordentliches deutsches Abendbrot einzunehmen. Wir freuens uns sehr, Mamt und Lapt wiederzusehen und Mamt holt uns liebenswerterweise vom Flughafen ab. In Lappersdorf warten bereits zahlreiche Pakete auf uns und wir freuen uns wie an Weihnachten einen neuen Campingkocher, Wasserfilter, Ebook-Reader und zahlreiche neue Radteile auszupacken. Während dem Umpacken dröhnt der Radiokommentar von Deutschland – USA durchs Haus und wir jubeln mit.

Spät abends ist dann endlich alles montiert und die Seesäcke umgepackt. Kaum zu glauben, aber das meistvermisste Essen ist eine Käseplatte mit Rotwein – am Lappersdorfer Esstisch mit Brezen und Gewürzbrot schmeckt es wie eine Offenbarung. Die Nacht danach ist wieder sehr kurz, da es um vier Uhr morgens bereits wieder weiter geht. Wir hatten den Aufenthalt bewusst kurz gehalten, um nicht vom Heimweh gefesselt zu werden, aber im Rückblick währen 3-4 Tage zu Hause wohl ein wenig entspannter gewesen, um alles zu organisieren, zumal ich wegen eines eiternden Auges auch noch durch das Verkehrschaos der Altstadt rasen musste, um es aufstechen zu lassen.

Bei dem kurzem Zwischenstopp in Madrid probiert Laura gleich mal ihr Spanisch: „Due Cappucino, por favore!“. Dann folgt der lange Flug nach Quito auf dem wir nach den Reisestrapazen wie die Murmeltiere schlafen und erst wieder erwachen, als unter uns die Lichter von Quito in der unglaublichen Andenumgebung funkeln . Uns wird ein gemischter Empfang erwarten…

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2 Gedanken zu “72h on air

  1. Lieber Toto und Laura, die Links auf eure beiden Beiträge von heute scheinen nicht zu funktionieren. Euer Lapt

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