Phong Nha Ke Bang Nationalpark

Nachdem wir nach dem morgendlichen Ärger mit dem Touristenbus, dann doch noch im Phong Nha Ke Bang Nationalpark angekommen sind, zeigt sich, dass heute tatsächlich nicht unser Glückstag ist. Wir checken in ein schönes Hotel mit Flussblick ein und handeln sogar noch etwas den Preis runter. Während wir unser Gepäck abladen, wechselt anscheinend die Besetzung der Rezeption, die davon nicht angetan ist, dass wir für den Preis das schönste Zimmer des Hotels bekommen und versucht uns-nachdem wir schon im Zimmer sind- unter fadenscheinigen Gründen (the hotel is full!?) aus dem Hotel zu schmeißen und in ein Partnerhotel abzuschieben. Wir wehren uns im Endeffekt erfolgreich in dem wir einfach die Tür abschließen und duschen gehen. Trotzdem ärgern wir uns sehr über die Art wie hier mit Touristen umgegangen wird. Der nächste Tag entschädigt uns dafür umso mehr!

Am Morgen brechen wir früh auf um die 25 km zur sogenannten Paradise Cave zu bewältigen. Dank atemberaubender Szenerie (und vielleicht auch weil wir kein Gepäck dabei haben??) fliegen wir quasi zur Höhle und machen vorher noch einen kleinen Abstecher zu einem kurzen Wanderweg zu einer schönen Flussstelle, wo Toto in Wasserbüffelmanier den Sprung ins kalte Nass wagt. Ich schaue währenddessen lieber im Warmen den riesigen Schmetterlingsschwärmen zu.

butterfly season im Phong Nha Ke Bang NPA

butterfly season im Phong Nha Ke Bang NPA

Die Paradise Cave, oder auch Thiên-Đường-Höhle, wurde 2005 entdeckt und soll mit 31 Kilometern Länge die größte Trockenhöhle der Welt sein. Den Namen Paradieshöhle trägt sie wegen ihren „paradiesischen“ Temperaturen, da sie im Sommer angenehm kühl und im Winter schön warm sein soll. Wenn man ein Vietnamese ist und immer 5 Schichten Kleidung trägt, kann ich mir das auch gut vorstellen, dass es im Sommer angenehm ist, in kurzer Hose und T-Shirt ist es jedoch fürchterlich kalt. Für die Öffentlichkeit zugänglich ist nur der erste Kilometer, dennoch gewinnt man einen Eindruck der Imposanz der Höhle. Wirklich Atemberaubende Dimensionen und schön angeleuchtete, teilweise bizarre, riesen Stalagmiten und –titenformationen. Etwas gestört fühlen wir uns durch die recht vielen Tourgruppen, die mit Megaphonen durch die Höhle geführt werden, was die Magie des Ortes etwas schmälert.

Paradise Cave: Blick zurück nach der ersten Treppe – oben ist der Eingang!

Tief geht es in die Höhle rein!

Tief geht es in die Höhle rein!

Gott?

Gott?

Zurück auf dem Rad merken wir, dass wir doch viel Zeit zum Erkunden gebraucht haben und müssen uns glatt sehr beeilen, um noch zur zweiten Höhle, Phong-Nha, zu kommen. Diese können wir dafür aber bequem aus einem Boot heraus genießen. Sie gilt als sehr touristisch, besonders am Wochenende schieben sich wohl Massen an Booten mit jolenden (Echo!) und rauchenden Vietnamesen durch sie. Insofern hatten wir Glück, dass wir so spät da waren und waren tatsächlich ganz allein – wow! Eine sehr mystische und geheimnisvolle Stimmung, jeden Moment rechneten wir damit, dass Gollum auf einem Felsen sitzt und sagt „Mein Schatz..“.

Phong Nha Höhle

Phong Nha Höhle

Am nächsten Tag schwingen wir uns wieder auf die Räder zur schweißtreibenden Etappe nach Dong Le, 90 km mit 2 steilen Pässen, wo wir am Nachmittag den Zug nach Hanoi nehmen wollen. Die Landschaft ist wie schon im Nationalpark sehr beeindruckend und schön, sodass sich die Strapazen gut ertragen lassen. Wir schaffen es rechtzeitig anzukommen, doch leider wird unsere Mühe nicht belohnt. In dem Zug darf man keine Räder mitnehmen, sodass wir übernachten müssen und einen ganzen Tag auf den nächsten Bus im eher uneinladenden Dong Le warten müssen.

Bergkulisse

Bergkulisse

Nachtbus

Nachtbus

 

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