Mekong-„Radweg“

Seit 200km folgen wir nun schon dem Mekong, haben inzwischen die Hügelketten der Provinz Loei hinter uns gelassen und befinden uns nun in der nicht enden wollenden Mekongebene, die uns nach Laos und Kambodscha führen wird.

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Meist führt die gut asphaltierte Straße im Abstand von ca. 200 – 2000 Metern am Ufer entlang durch kleine Siedlungen, die von Fischfang und verschiedenster Landwirtschaft leben. Vor Chiang Khan wurde vor allem ein kaktusartiger Baum angepflanzt, der wohl als Brennholz dient. Um Chiang Khan herum sahen wir dann immer mehr Wälder von Bäumen, die zur Harzgewinnung geritzt waren und die klebrige Masse in kleinen schwarzen Schüsseln aufgefangen wurde. Den letzten Tag ging es durch Tabakanbaugebiete, die den Prozess der Ernte, Auslese, Trocknung und Verpackung in allen Details sehen ließen. In der Tabakgegen um Sri Chiang Mai merkte man an vielen Villen und Infrastruktur die Dollars, die diese Industrie anscheinend in die Gegend spült. Daneben gibt es natürlich auch Bananen, Reisfelder, Chilischoten, Tomatenanbau, usw. …

Tabak in der Sonne

Tabak in der Sonne

Da fast jedes kleines Dorf einen Garagenshop hat, ist es kein Problem sich mit Wasser, Keksen und Chips einzudecken. Leider ist das dann aber auch schon das höchste der Gefühle. Obst, Brot, Aufstriche oder sonstige Abwechslung für den Gaumen sucht man leider vergeblich. In den immer vorhandenen Kühlschränken gibt es aber am Vormittag Eiskaffee und bei Leistungseinbruch Pepsi oder Eis. Umso erfreulicher sind dann die größeren Orte, in denen unsere Übernachtungsplätze liegen, da es hier leckere Straßenstände und Restaurants, die mehr als Nudelsuppe bieten, in Hülle und Fülle gibt. Am besten speist man auf den Märkten, wo man kleine Portionen von vielen Gerichten probieren kann.

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Der Verkehr ist größtenteils wirklich sehr ruhig, so dass wir uns teilweise wie auf einem deutschen Flussradweg fühlen. Abgaswolken aus den sporadischen LKWs und „Falang!“ (Fremder!)-Rufe von Kindern, sowie ein Kläffer ab und an erinnern uns aber wieder an unsere tatsächliche Position.

Die Städte bieten außer den zahlreichen Wats leider nicht allzu viel. Diese sind extrem unterschiedlicher Qualität: manchmal fühlt man sich tatsächlich berührt und in einer Oase der Ruhe inmitten des Trubels, andere sind einfach fürchterlich hässliche Kitschbauten, die schlechter im Comic nicht dargestellt werden könnten. Die Einheimischen scheinen aber bei der Verehrung auf derlei von uns empfundene Unterschiede keinerlei Wert zu legen. Ein ausländisches Lokal oder das Treiben auf Markt und Uferpromenade sind meist das Interessanteste was die Städte darüberhinaus bieten.

Blick über Nong Khai und den Mekong

Blick über Nong Khai und den Mekong

Die nächsten Tage werden uns weiter den Mekong hinab führen in Richtung Savannakhet. Wir hatten überlegt ein Boot zu nehmen, was die Strecke unserer nächsten 8 Tage (auch in 8 Tagen) abfährt. Bei Kabinenpreisen von 2000 Euro pro Person überlassen wir diese aber doch lieber der älteren Mekongtouristengeneration!

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