Letzte Vorbereitungen

Übermorgen geht es los – verrückt!! Die Zimmer bei meinen Eltern gleichen einem Schlachtfeld: Überall Kisten der aufgelösten Wohnung, sich stapelnde Berge von Dokumenten, Müll und Kleidung. Für die Räder haben wir uns alte Kisten von einem Fahrradladen in Regensburg geholt und sie eingepackt: Lenker abgeschraubt und an den Rahmen kleben, Luft aus den Reifen (sonst platzen sie in der Luft), Pedale abschrauben und ins Handgepäck, da recht schwer. Ganze Prozedur dauert ca. 2-3h/ Fahrrad. Am Ende noch Blasenfolie um die empfindlichen Teile. Die kleinere Box wiegt 23kg, die größere 25kg, also genau unser Limit für Quatar (40kg Gepäck gesamt).

in Kisten

Fahrräder eingepackt

Zum Transport der Gepäcktaschen und des Gepäcks selbst haben wir uns einen wasserdichten Packsack von Ortlieb (79l) geholt, den wir auf dem Gepäckträger quer, gefüllt mit Zelt, etc. transportieren wollen. Er ist sehr stabil und dürfte sich als Fluggepäckstück bestens eignen. Als Handgepäckstück nehmen wir je eine hintere Packtasche und die Lenkertasche als „Handtasche“.

Alles, was mitmuss

Alles, was mitmuss

Die alte Wohnung haben wir gestern ausgeräumt – wenn man zum letzten Mal durch die Gassen der Regensburger Altstadt läuft, kommt doch eine sehr melancholische Stimmung auf. Die Heimat zu verlassen und für ein Jahr weg zu sein ist doch ein großer Schritt … Das traute Leben und den Komfort hinter uns zu lassen, fühlt sich vor der Tastatur des heimischen PCs doch sehr weit weg an. Ebenso fällt es schwer beim Blick aus dem Fenster zu friedlich tanzenden  Schneeflocken zu glauben, dass bald 35°C herrschen und Unruhen in Bangkok.

2014-01-25 22.36.23

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Planung

Für die Planung ist natürlich das Internet der wichtigste Quellenlieferant:

Wir bitten Euch herzlich, die vielen anderen Radler zu besuchen, die Euch unter Links eingeblendet werden. Jeder mit seiner eigenen Strecke, seiner eigenen Motivation und seiner eigenen Geschichte genießt die Welt aus dem Sattel heraus.

Der Fahrrad Weltreiseführer bietet auch gute Tipps zur Reiseplanung. Er ist leider etwas veraltet, aber die Streckenführung, Wetter, usw. ändern sich ja nicht. Zahlreiche Lonely Planets stehen in eurer Bibliothek – es muss nicht immer ein eigener sein. Für die Reise kann man sie sogar als e-book aus der Bücherei ausleihen!

Eine Radlerin hat einen sehr amüsanten und extrem kreativen Reiseführer über das Radreisen in Südostasien geschrieben.

Kartenmaterial gibt es natürlich online, aber auch alternative Seiten wie OpenStreetMaps sind erwähnenswert. Für GPS-Geräte gibt es kommerzielle Karten, die wir aber nicht geholt haben.

Man glaubt es kaum, aber die Flüge haben wir tatsächlich am billigsten und besten im guten alten Reisebüro gefunden. Natürlich gibt es kayakopodo, usw. wo man Stunden verbringen kann. Aus Rücksich auf das Klima empfiehlt es sich zu den Flugkosten noch CO2-neutral zu fliegen – ein guter Anbieter ist atmosfair.

Für Vietnam gibt es eine hervorragende Tourismusseite.

Das auswärtige Amt informiert über Visa-Bestimmungen, Botschaften etc., ist aber natürlich etwas konservativ und eher pessimistisch bzw. übertreibt die Gefahren in den Ländern meist etwas.

Was alles mit muss, steht in verschiedenen Packlisten: für Backpacker oder vom ADFC.

Die Wahl des Zieles ist vor allem eine Frage Deines Interesses. Dann muss man natürlich noch Sicherheit und Kosten berücksichtigen. Kosten sind in Asien minimal bei guter Sicherheit, in Südamerika teurer bei unterschiedlicher Sicherheit. In Afrika ist es wohl sehr billig bei inakzeptabler Sicherheit für Fahrradfahrer in einigen Ländern, so dass man nur fleckchenweise vorwärts kommen könnte. So ist es dann zur Kombi Festland-SE Asia und Südamerika gekommen.